Title: FAQ
Author: RegioHelden
Published: 14. Januar 2022
Last modified: 7. April 2025

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# FAQ

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WO FINDE ICH EINEN ASSISTENZHUND?

Wir unterstützen bei der Selbstausbildung eines Assistenzhundes, indem wir das Training
vorbereiten und begleiten. Wenn noch kein geeigneter Hund vorhanden ist,** unterstützen
wir bei der Suche **nach einem geeigneten Hund. Das kann ein **Welpe oder auch ein
älterer Hund** sein, je nach Situation und welche Aufgaben der Hund lernen soll.
Geeignete Hunde kann man auf dem öffentlichen Tiermarkt wie bei Züchtern etc. finden.

KANN MEIN KIND EINEN ASSISTENZHUND BEKOMMEN?

Ja, auch Kinder können einen Assistenzhund benötigen und bekommen. Sie sind aber**
niemals hauptverantwortlich** und ein **zielorientiertes Konzept **zum Einsatz des
Assistenzhundes für ein Kind ist unumgänglich. Eltern bekommen bei uns nicht nur
Input zum Trainingsablauf, sondern auch dazu, worauf man in Bezug auf Kind mit Assistenzhund
achten muss.

WAS IST EIN THERAPIEHUND?

Ein Therapiehund **lebt bei seinem Menschen**, der in sozialen Einrichtungen pädagogisch
oder therapeutisch beruflich tätig ist. Hierzu setzt er unter anderem seinen Hund**
als Unterstützung** ein und arbeitet somit tiergestützt. Der Therapiehund kann somit
viele Menschen therapeutisch unterstützen.

WAS IST EIN ASSISTENZHUND / BEHINDERTENBEGLEITHUND?

Ein Assistenzhund lebt bei seinem **Menschen mit einer Beeinträchtigung**. Das kann
eine chronische Erkrankung wie Diabetes, Epilepsie oder auch Beeinträchtigungen 
des Gehörs, der Motorik, des Sehvermögens oder ähnliches sein. Ebenso kann ein Assistenzhund
seinem Menschen mit psychischer Beeinträchtigung** im Alltag unterstützen** und 
zu **neuer Lebensqualität verhelfen**.

Ein Assistenzhund ist **individuell** auf die Bedürfnisse seines Menschen** trainiert**
und verhilft zu mehr Teilhabe am öffentlichen Leben und **gibt Sicherheit**, verhindert
Notfälle oder ist in der Lage, Hilfe zu holen. Er ist immer nur für einen Menschen
tätig.

WAS KOSTET EIN ASSISTENZHUND?

Die Kosten sind **sehr unterschiedlich** und richten sich nach der** Intensität 
der zu erlernenden Aufgaben** und die dadurch entstehende benötigte Unterstützung
durch eine Trainerin oder einen Trainer. Zu Beginn wird ein individuelles Ausbildungskonzept
erarbeitet, aus dem die Gesamtsumme ersichtlich wird.

FINANZIERT DIE KRANKENKASSE EINEN ASSISTENZHUND?

Leider steht bisher **nur der Blindenführhund **im Hilfsmittelkatalog und wird von
den Krankenkassen bezahlt. Andere Assistenzhunde müssen** selber finanziert** werden.
Teilweise gibt es die Möglichkeit der Übernahme oder Bezuschussung der Kosten über
Stiftungen und andere Töpfe. Hierzu beraten wir gerne. Steuerliche Vorteile können
häufig alle Assistenzhundehalter:innen geltend machen.

WELCHE HUNDERASSEN SIND FÜR DIE AUSBILDUNG ZUM ASSISTENZHUND GEEIGNET?

Es gibt viele Rassen, die sich grundsätzlich zur Ausbildung eines Assistenzhundes
eignen. Bevor eine Entscheidung gefällt wird, lohnt es sich, das Ausbildungskonzept
zu entwickeln und eine **Rasse zu wählen**, die man **grundsätzlich mag** und die
gleichzeitig schon ein rassespezifisches **Potenzial mitbringt**, welches förderlich
für die zu erlernenden Assistenzaufgaben ist. Beim Apportieren sind es z.B. häufig
die apportierfreudigen Retriever, ein Hypohund muss gerne mit der Nase arbeiten 
und gut riechen können.

Grundsätzlich sollten die Hunde ein **ausgeglichenes Wesen**, eine **hohe Frustrationstoleranz,
Arbeitswille**, ein geduldiges Problemlöseverhalten und „will-to-please“ mitbringen.
Gerne beraten wir Sie auch in diesem Bereich.

WAS MACHT EIN HYPOHUND / DIABETESWARNHUND/ DIABETIKERHUND?

Ein Hypohund unterstützt seinen Diabetiker im kompletten Diabetesmanagement. Er **
weist schon frühzeitig** auf einen **extrem sinkenden** oder auf Wunsch auch **steigenden
Blutzucker** hin. Spitzen können so reduziert und Folgeschäden minimiert werden.

Ein Hypohund ist in der Lage, Unterstützung (Eltern) oder im Ernstfall auch **Hilfe
zu holen**. Zudem bringt er die benötigten Utensilien und kann auf der** psychischen
Ebene unterstützen**, die Erkrankung anzunehmen und zu akzeptieren.

WELCHE AUFGABEN ÜBERNIMMT EIN ASSISTENZHUND FÜR MENSCHEN IM ROLLSTUHL?

Ein **Mobilitäts-Assistenzhund** unterstützt im alltäglichen Leben durch **Öffnen
von Türen**, Reichen von benannten Gegenständen, Aufheben von Dingen, die herunterfallen,
beim **An- und Ausziehen**, Anschieben des Rollstuhles etc.

WIE KANN EIN ASSISTENZHUND EINEM GEHÖRLOSEN MENSCHEN HELFEN?

Die wichtigste Aufgabe ist die **Übersetzung von Geräuschen** im Alltag. Für jedes
Geräusch erlernt der Hund ein Zeichen. Klingelt es z.B. an der Tür, macht er seinen
Menschen gezielt aufmerksam, sodass er direkt weiß, er muss die Tür öffnen. In der
Öffentlichkeit **warnt er vor Gefahren** wie z.B. anfahrenden Autos, die sein Mensch
nicht hören kann und nicht im Blickfeld liegen.

WARUM SOLLTE EIN ASSISTENZHUND IN EINEN LEBENSMITTELLADEN?

Einige Betroffene sind nicht in der Lage, ihren Alltag ohne einen Assistenzhund 
zu bewältigen. Dazu gehört häufig auch der notwendige Einkauf. Durch den Assistenzhund
und seine Unterstützung kann ein **eigenständiger Einkauf** wieder möglich werden.
Im Bereich der psychischen Erkrankungen gibt der Hund z.B. Sicherheit, unterstützt,
dass sein Mensch die benötigte Individualdistanz bekommt, verhindert, dass sein 
Mensch dissoziiert und **hilft **somit, **im Hier und Jetzt zu bleiben** und den
Einkauf zu erledigen. Dürfte der Assistenzhund seinen Menschen nicht in den Lebensmittelladen
begleiten, würde das eine eigenständige Lebensführung verhindern.

KANN ICH MEINEN HUND ZUM ASSISTENZHUND AUSBILDEN? 

Grundsätzlich kannst du gemeinsam mit deinem Hund die Ausbildung zum Assistenzhundeteam
starten. Es muss im Vorfeld die **Eignung deines Hundes offiziell überprüft** werden.
Dazu muss eine **umfangreiche tierärztliche Untersuchung** nach Vorgaben der Assistenzhundeverordnung
durchgeführt werden. Im Anschluss findet eine **Eignungsüberprüfung** mit Blick 
auf Charakter, Veranlagung, Trainingsstand und ähnlichem in einer Assistenzhundeschule
statt. Bei weiteren konkreteren Fragen dazu kontaktiere uns gerne. 

IST DER ABLAUF DER ASSISTENZHUNDEAUSBILDUNG VORGESCHRIEBEN? 

In der Assistenzhundeverordnung ist Art, **Inhalt und Umfang der Assistenzhundeausbildung
vorgeschrieben**. Grob gesagt, muss im ersten Lebensjahr eine Basisausbildung absolviert
werden, die mit einer gesundheitlichen Untersuchung und einer gezielten Eignungsüberprüfung
abschließt. Erst danach, frühestens mit dem 15. Lebensmonat des Hundes, darf die
individuelle Assistenzhundeausbildung mit einem Mindestumfang von 60 Trainingsstunden
beginnen. Weitere Details zu Inhalten und Ablauf erläutern wir dir gerne in einem
kostenlosen und unverbindlichem Infogespräch. Frag uns gerne dazu an. 

WIE ALT MUSS MEIN HUND SEIN, UM DIE INDIVIDUELLE AUSBILDUNG ZUM ASSISTENZHUND BEGINNEN?

In der Regel muss dein Hund ein Alter von mindestens **15 Lebensmonaten** vorweisen.
Bei Warn- und Anzeigehunden kann eine Ausnahme gemacht werden. Diese dürfen direkt
nach erfolgreicher Gesundheitsuntersuchung und Bestehen der Eignungsüberprüfung 
starten. 

WELCHE ART VON ASSISTENZHUNDEN IST FÜR MICH DIE PASSENDE? 

Es gibt fünf verschiedene Sparten, in denen die verschiedenen Assistenzhunde aufgrund
von Erkrankungen einsortiert werden. Dazu gehören **PSB-Assistenzhunde, Warn- & 
Anzeigehunde, Mobilitäts-Assistenzhunde, Signalhunde und Blindenführhunde**. Solltest
du Bedarf aufgrund verschiedener Diagnosen aus unterschiedlichen Assistenzhund-Sparten
haben, ist das kein Problem. Der Assistenzhund wird **individuell für dich und deine
Bedürfnisse ausgebildet**. Abschließend wird er nach der Sparte „getauft“, aus der
er die meisten Assistenzleistungen erbringt – eine Kombination ist also möglich.

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